So gelingt regenerative Landwirtschaft - Jahreskurs 2026
- Alex von Hettlingen
- 28. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Der Einstieg in die regenerative Landwirtschaft ist nicht ganz einfach. Weil die Massnahmen kaum oder zu langsam wirken, lassen Landwirtinnen und Landwirte die regenerative Landwirtschaft oft wieder einschlafen und kehren zu ihrer gewohnten Praxis zurück.
Aufgrund der vielen Erfahrungen, Hofbesuche und Beratungsgespräche der letzten Jahre wissen wir meist, woran es fehlt – und was wirklich zum Erfolg führt. In unseren Kursen und in den Veranstaltungen der Regenerativ-Community geben wir dieses Wissen konsequent weiter.

Unser Jahreskurs 2026 startet am 29. Januar. Im Mittelpunkt der Kurse steht die individuell an Betrieb, Standort und Rahmenbedingungen angepasste Umsetzung der regenerativen Massnahmen.
Die Kursteilnehmenden lernen, ihren Betrieb fundiert zu analysieren, die Zusammenhänge zu verstehen und darauf aufbauend passgenaue, wirksame Massnahmen zu entwickeln – praxisnah, nachvollziehbar und Schritt für Schritt.Â
Erlerne 2026 praxisnah die regenerative Lanwirtschaft - Hier geht es zur Anmeldung
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Der Weg zum Erfolg
Oft scheitern Betriebe in der Umsetzung der regenerativen Landwirtschaft, weil sie einzelne, wenig aufwändige Massnahmen einführen (ausprobieren) und darauf hoffen, dass dies allein Ergebnisse bringt – etwa Pflanzenschutz wegzulassen oder Komposttee einzusetzen, ohne andere Bedingungen oder Parameter zu berücksichtigen.

Solche isolierten Ansätze führen meist nicht zu Resultaten, denn regenerative Landwirtschaft ist kein Baukastensystem aus Einzelmassnahmen, sondern ein abgestimmtes Gesamtkonzept, das erst als Ganzes Wirkung entfaltet.
Regenerative Landwirtschaft funktioniert als Gesamtkonzept.
Ein weiterer typischer Fehler ist die ungeprüfte Übernahme fixer Konzepte von KI oder Leuchtturmbetrieben sowie von isolierten Methoden aus YouTube-Videos oder aus unseren Kursen, in der Annahme, sie würden auf jedem Betrieb gleichermassen funktionieren.
Was unter bestimmten Bedingungen erfolgreich ist, passt jedoch nicht automatisch auf den eigenen Betrieb. Erst wer das System ganzheitlich versteht und die Methoden konsequent an seinen individuellen Kontext anpasst, kann mit der Zeit Erfolge feiern.

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Erfolgsfaktoren Systemdenken und standortangepasste Lösungen
Bodenart, Bodengesundheit, Klima, Betriebszweige und Betriebsausstattung sind zentrale Faktoren, die jeden Betrieb einzigartig machen. Entsprechend individuell und standortspezifisch muss die Umsetzung von Massnahmen der regenerativen Landwirtschaft stattfinden (lies hierzu auch unseren Blogbeitrag zum Kontextmodell des Agronomen Olivier Husson).
Kein Wunder also, dass die standortangepasste Bewirtschaftung als sechstes und grundlegendes Prinzip der regenerativen Landwirtschaft festgehalten wurde (siehe Bild).

Der Boden ist die Grundlage jedes langwirtschaftlichen Betriebes und dessen Gesundheit ist daher von besonderer Bedeutung. Dennoch bewirtschaften manche Betriebe ihre Flächen regenerativ, ohne den Bodenzustand regelmässig und systematisch zu untersuchen.

Wichtige „Diagnosen“ wie Spatenproben, Infiltrationstests, Bodenanalysen sowie die Beurteilung von Geruch oder Krümelstruktur werden häufig vernachlässigt. Dadurch entstehen Wissenslücken, die oft zu Fehlentscheidungen führen: Anstatt die zugrunde liegenden Ursachen zu erkennen und anzugehen, «doktern» die Bewirtschaftenden an den Symptomen herum.

Was weder dokumentiert noch gemessen wird, kann zudem auch nicht gezielt nachverfolgt oder gesteuert werden. In der Folge verzögert sich der Regenerationsprozess, es entstehen unnötige Kosten – und nicht selten wird das Vorhaben regenerative Landwirtschaft aufgegeben und als nicht kohärent und schon gar nicht praktikabel eingeschätzt.
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Jahreskurs 2026 mit neuem Fokus auf betriebsindividuelle Anpassung
Wer erfolgreich sein will, denkt systemisch und passt Lösungen an den eigenen Standort an: Zuerst lernst du deinen Boden und den betrieblichen Kontext kennen, erst danach handelst du gezielt und standortangepasst. Wer regelmässig auf seine Flächen geht, beobachtet, misst und dokumentiert, ist in der Lage, Massnahmen standortgerecht zu definieren und bei Bedarf rasch anzupassen.

Dieses Wissen und Bewusstsein prägt nun verstärkt auch unseren Jahreskurs 2026: Der erste, Ende Januar beginnende Kursteil schafft die Grundlage für regenerative Arbeit durch eine systematische standort- und betriebsspezifische Analyse, die gleichzeitig die systemischen Zusammenhänge und Wechselwirkungen berücksichtigt.
Aufbauend darauf werden im zweiten Teil konkrete regenerative Massnahmen entwickelt und praxisnah vertieft.