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Liquid Carbon Pathway: du bist, was du isst

Aktualisiert: März 31

Bereits seit den 1930er Jahren werden die Nährstoffgehalte von Lebensmitteln gemessen. Diverse Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Gehalt unserer Lebensmittel an lebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich sinkt. Neben anderen Faktoren (Ernährungsverhalten, Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln mit raffinierten Getreiden und hohem Zuckergehalt, etc.) erklärt diese Tendenz den Anstieg von vielen nicht übertragbaren Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes, Multiple Sklerose, Autismus oder Herz-Kreislauferkrankungen zumindest teilweise.


Quellen: 1985 Pharmakonzern Geigy (Schweiz), 1996/2002 Lebensmittellabor Karlsruhe/Sanatorium Oberthal // *nicht untersucht


Dr. Christine Jones, eine australische Bodenbiologin, führt diesen Nährstoffverlust in unseren Lebensmitteln und auch den schwächelnden Gesundheitszustand unserer Gesellschaft direkt auf den schlechten Zustand der Biologie in unseren Böden zurück, auf welchen wir unsere Lebensmittel produzieren. Sie weist dabei auf die symbiontische Beziehung der Kulturpflanzen mit den Bodenlebewesen hin, insbesondere den Bodenpilzen, die für die Nährstoffbeschaffung der Pflanzen eine entscheidende Rolle spielen. Das Mikrobiom der Böden kommt mit der invasiven Art der Bodenbewirtschaftung ganz schlecht zurecht und stirbt oft weitgehend ab.



Christine Jones prägte den Begriff „liquid carbon pathway“: Zur Ernährung des Bodenlebens pumpen die Pflanzen in Form von Zuckerlösungen grosse Mengen an Kohlenstoff in den Boden, die sie unter Nutzung der Sonnenenergie und Luft-CO2 über die Photosynthese herstellen. Der organische Kohlenstoff-Gehalt im Boden sei der einzige messbare Indikator für die Gesundheit des Bodens, für die Gesundheit der Pflanzen und damit letztlich auch für unsere Gesundheit. Für die Landwirtinnen und Landwirte ist der "liquid carbon pathway" die Chance für langfristige Produktivität und Rentabilität. Die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren von gesunden und nährstoffreichen Produkten.


Hier ein rund 40-minütiges Video mit einer topspannenden Übersicht über Christines Jones' Erkenntnisse (in englischer Sprache):



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Quellen/Studien

Relativierende Artikel in Ernährungsmedizin 1/2004: 28-35 und Ernährungsmedizin 2/2004: 28-34.

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