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Die Düngerfalle: Wege zu einer unabhängigeren Landwirtschaft

Mo., 26. Okt.

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Online Referat

Moritz Hahl und Friedrich Wenz zeigen in diesem kostenlosen Webinar, wie wir durch reduzierten Einsatz von Mineraldüngern die Klimabilanz verbessern, die Schadstoffbelastung verkleinern und zugleich die heimische Lebensmittelproduktion von geopolitischen Einflüssen entkoppeln können.

Die Düngerfalle: Wege zu einer unabhängigeren Landwirtschaft
Die Düngerfalle: Wege zu einer unabhängigeren Landwirtschaft

Zeit & Ort

26. Okt. 2026, 19:30 – 21:00

Online Referat

Gäste

Über die Veranstaltung

Wir freuen uns, in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Klima & Landwirtschaft dieses Webinar organisieren und anbieten zu dürfen.


Es richtet sich an Menschen, die sich dafür interessieren, welche Rolle die Landwirtschaft in einer klimafreundlichen und -resilienten Zukunft spielen muss - und wie der Weg dahin gestaltet werden kann.


Fast der gesamte Stickstoffdünger, den die Schweizer Landwirtschaft einsetzt, wird im Ausland aus Erdgas hergestellt und importiert. Ein Fussballfeld Mais benötigt ungefähr so viel Energie an Dünger, wie in gut hundert Litern Diesel steckt. Die Kriege in der Ukraine und im Iran zeigen deutlich: Steigt der Gaspreis, steigen Düngerrechnung und Preise für Lebensmittel — und niemand hierzulande kann etwas daran ändern.


Dabei kommt ein erheblicher Teil der teuer erkauften Nährstoffe gar nie in den Kulturpflanzen an, sondern landen als Schadstoffe in der Luft oder in den Gewässern. Denn die Pflanzen müssen ihre Nährstoffe über die ganze Saison verteilt und in wechselnden Mengen aufnehmen. Was gerade nicht aufgenommen werden kann, wird abgebaut und ausgewaschen. Zudem bremst das hohe Nährstoffangebot genau jene biologischen Prozesse im Boden, über welche sich die Pflanzen sonst selbst mit Nährstoffen versorgen.


Moritz Hahl zeigt im ersten Teil des Webinars, wie die Abhängigkeit von den Mineraldüngern entstanden ist, woher Stickstoff, Phosphor und Kalium tatsächlich kommen und wo die Verluste im System entstehen. Was das für Grundwasser und Gewässer bedeutet, belegen die Schweizer Messdaten deutlich.


Friedrich Wenz zeigt im zweiten Teil, wie sich die Nährstoffverluste und Abhängigkeiten verringern lassen können. Pflanzen ernähren sich über ein Zusammenspiel mit Bodenlebewesen, das die Forschung erst seit wenigen Jahren wirklich zu verstehen beginnt. Bakterien binden und speichern Stickstoff, Pilznetzwerke transportieren Nährstoffe im Boden zu den Pflanzenwurzeln. Diese Versorgung läuft bedarfsgerecht, sie verursacht kaum Verluste, und sie kostet nichts. Sie braucht allerdings einen Boden, der diese Vorgänge begünstigt.


Betriebe, die jetzt in den Aufbau der Böden investieren, stärken ihre ökonomische und ökologische Resilienz: Sie benötigen weniger Dünger, ihre Böden halten das Wasser wesentlich besser, die Erträge und ihr Erntegut ist von höherer Qualität.


Die Referenten:


Friedrich Wenz ist Ackerbauer und Pionier und Wegbereiter der regenerativen Landwirtschaft im deutschen Sprachraum.


Moritz Hahl ist Agronom und arbeitete lange Jahre als Verkaufsleiter Schweiz für ein globales Düngemittel-Handelsunternehmen.



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